In 2 Wochen zum eigenen CRM: Wie W&S Epic manuelle Prozesse eliminierte
Ben Oestreich
26. Februar 2026 · 4 Min. Lesezeit
Die Ausgangslage
Maximilian Winkler, Geschäftsführer der W&S Epic GmbH, stand vor einem Problem, das viele Agenturinhaber kennen: Sein Team hatte kein funktionierendes CRM-System. Kundeninformationen lagen verstreut in E-Mails, Tabellen und Notizen. Jeder Kundenkontakt erforderte manuelles Zusammensuchen der relevanten Informationen.
Die Konsequenz: Kunden bekamen nicht immer die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt. Das Team verbrachte Stunden damit, Daten zu pflegen, statt sich auf die eigentliche Kundenarbeit zu konzentrieren.
Das Problem im Detail
Manuelle Informationsbereitstellung
Bei W&S Epic mussten Kundeninformationen manuell zusammengestellt werden:
- Projektstart: Jeder neue Kunde erforderte manuelles Zusammentragen von Briefings, Kontaktdaten und Projektanforderungen
- Laufende Betreuung: Status-Updates und Meilensteine mussten aktiv kommuniziert werden -- ohne automatische Erinnerungen
- Übergaben im Team: Wenn ein Teammitglied krank war oder im Urlaub, fehlte der Kontext. Informationen steckten in individuellen E-Mail-Postfächern
Fehlende Skalierbarkeit
Das Fehlen eines Systems funktionierte bei 5 Kunden noch halbwegs. Bei 15 Kunden wurde es zum echten Engpass. Maximilian wusste: Wenn die Agentur wachsen soll, braucht sie ein System, das mitwächst.
Warum Standard-CRMs nicht passten
Maximilian hatte bereits mit HubSpot und Pipedrive experimentiert. Die Standard-Pipelines und Datenmodelle passten nicht zu den spezifischen Prozessen einer Agentur. Die Workarounds fraßen mehr Zeit als sie sparten.
Die Lösung: Ein maßgeschneidertes CRM in 2 Wochen
Woche 1: Analyse und Konzeption
Gemeinsam mit Maximilian und seinem Team dokumentierten wir die bestehenden Prozesse. Die wichtigsten Erkenntnisse:
1. 80 Prozent der Kundeninformationen wurden an mindestens zwei Stellen gepflegt 2. Durchschnittlich 45 Minuten pro Tag gingen für manuelle Datenpflege verloren -- pro Mitarbeitendem 3. 3 von 10 Kundenanfragen wurden verspätet beantwortet, weil Informationen erst zusammengesucht werden mussten
Woche 2: Entwicklung und Go-Live
Die Entwicklung erfolgte iterativ. Jeden zweiten Tag gab es eine kurze Demo mit Feedback.
Was das System umfasst:
- Kundenübersicht: Alle relevanten Informationen auf einen Blick -- Kontaktdaten, Projekte, Kommunikationshistorie, offene Aufgaben
- Automatische Benachrichtigungen: Das System informiert das Team automatisch bei fälligen Aktionen -- Meilensteine, Follow-ups, Vertragsverlängerungen
- Individuelle Projekt-Pipeline: Zugeschnitten auf W&S Epics Workflow, nicht auf ein generisches Pipeline-Modell
- Team-Übergaben: Jeder im Team hat Zugriff auf den kompletten Kundenkontext
- Reporting: Automatische Übersicht über Pipeline, Auslastung und offene Aufgaben
Die Schulung dauerte eine Stunde -- weil das System die Abläufe abbildet, die das Team bereits kannte.
Die Ergebnisse
Metrik: Zeit für Datenpflege | Vorher: 45 Min/Tag pro MA | Nachher: < 5 Min/Tag Metrik: Reaktionszeit auf Kundenanfragen | Vorher: Ø 4 Stunden | Nachher: Ø 30 Minuten Metrik: Informationsverlust bei Übergaben | Vorher: Regelmäßig | Nachher: Eliminiert Metrik: Onboarding neuer Kunden | Vorher: 2-3 Stunden | Nachher: 15 Minuten Metrik: Vergessene Follow-ups | Vorher: 3-5 pro Woche | Nachher: 0
Was Maximilian sagt
> "In zwei Wochen hatten wir ein CRM-System, das genau zu unseren Prozessen passt. Keine Workarounds, keine unnötigen Features. Einfach ein System, das funktioniert. Unsere Kunden merken den Unterschied -- sie bekommen die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt."
Skalierbarkeit gesichert
Seit der Einführung hat W&S Epic sein Kundenportfolio deutlich ausgebaut -- ohne zusätzlichen administrativen Aufwand. Keine zusätzlichen Lizenzgebühren pro Nutzer, keine teuren Upgrades für mehr Kontakte.
Warum 2 Wochen reichten
1. Klare Analyse: Fokus auf die Kernprozesse, nicht auf alles auf einmal 2. Modularer Ansatz: Das CRM war das erste Modul. Weitere Funktionen können jederzeit ergänzt werden 3. Moderne Entwicklungsmethoden: KI-gestützte Entwicklung und bewährte Frameworks reduzieren die Entwicklungszeit drastisch
Fazit
Die Geschichte von W&S Epic zeigt: Ein maßgeschneidertes CRM muss kein Mammutprojekt sein. In zwei Wochen kann ein System entstehen, das genau die eigenen Prozesse abbildet -- ohne Kompromisse, ohne Workarounds und ohne monatliche Lizenzkosten an US-Softwarekonzerne.
Der Schlüssel liegt nicht in der Komplexität des Systems, sondern in der Klarheit der Analyse. Wer seine Prozesse versteht, braucht kein überladenes Standardtool. Sondern ein schlankes System, das genau das tut, was es soll.
Ben Oestreich
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